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  • Susanne Augstburger

Art & Design von Bunt auf Bunt

Aktualisiert: 17. Okt. 2022

Warum ich mich von dem Motto Bunt auf Bunt nicht trennen kann


Ich sage es gleich vorne weg: Unter diesem Motto bewahre ich mir einen Schaffensraum, in dem ich meine unterschiedlich ausgerichteten Kreationen von Malerei und Design in Einklang bringen kann.

Als ich vor mehr als einem viertel Jahrhundert nach einem Slogan für meine erste Ausstellung suchte, die zuhause in meiner Mietwohnung stattfand, orientierte ich mich allerdings nach den Begebenheiten meines Umfeldes. Da waren einmal meine fantasievoll gemalten Gouachearbeiten, bei denen dem Hintergrund genauso viel Farbe gewidmet wurde wie dem Vordergrund. Das ist ja auch heute noch so, mit dem Unterschied, dass ich nicht mehr auf Stilfindung bin. Auf Drängen von beeindruckten Mitmenschen, beabsichtigte ich damals als Autodidaktin ein Sammelsurium meiner "Versuchswerke" auszustellen. Ich hatte keine Ahnung, wo ich ausstellen könnte, deshalb musste mein Zuhause herhalten. Das bedeutete eine Vierzimmerwohnung zu einer heimeligen Galerie verwandeln. Das Schlafzimmer wurde ausgenommen, aber die beiden Kinderzimmer wurden benötigt. Bis zu diesem Zietpunkt war mir gar nicht bewusst, wie chaotisch bunt diese Räume waren. Tapeten bunt, Vorhänge bunt, Matratzen bunt und auch noch die Teppiche und nichts passte zueinander.



Die erste Vernissage sollte an einem Adventswochenende im Jahr 1996, wie schon erwähnt, zuhause stattfinden. Der Advent war bei uns mit drei Kindern in der Regel auch von Farbe bestimmt und die gesamte Wohnungseinrichtung geprägt von farblichen Akzenten. Also es war absolut eine Herausforderung, die Räumlichkeiten so umzugestalten, dass die Bilder für ein Wochenende angemessen präsentiert werden konnten.

Zum Ausstellen gab es dann Skizzen, Zeichnungen, verschiedene Studien, Kopierarbeiten und natürlich die Erstlingswerke in meinem neu errungenen Mal-Stil. Um die Vielfalt der verschiedenen Farbkompositionen durch Einrichtung und natrürlich der Malerei auf einen Nenner zu bringen brauchte es ein Motto, Zu diesem Zeitpunkt war ich sehr an der Farbenpower von dem Architekten Friedensreich Hundertwasser interessiert und nahm zur Kenntnis, dass dieser seinen Künstlernamen mit Friedensreich Regentag Dunkelbunt Hundertwasser erweiterte. Ich dachte mir, wenn so ein bekannter Künstler, das Wort "Bunt", welches ja eigentlich in der Kunstwelt zum damaligen Zeitpunkt verpöhnt war, in seinen selbst gewählten Namen integriert, dann erlaube ich mir den Begriff als Hobbykünstlerin in mein Slogan einzubauen. Wäre ja auch doof zu schreiben "Farbigkeit trifft auf Farbigkeit" oder so ähnlich. Also alles zusammen brachte mich entgegen aller Kunstregeln auf "Bunt auf Bunt" .


Obwohl mir wohlwollend zugetan immer wieder betont wurde, dass mit dem Begriff Bunt meine Arbeiten nicht genügend wertgeschätzt würden, entschied ich mich, bei diesem banalen Wortspiel zu bleiben, Die Gründe erwähnte ich bereits. Nach wie vor ist es für mich eine Herausforderung mit vielen Farbkompositionen zu arbeiten. Und durch die Erweiterung aus Teilen meiner Gemälde Design zu kreieren, welches sich in unterschiedliche Geschmacksrichtungen formt, lässt in meinen Augen so ein Slogan dieses auch zu. Außerdem ist Bunt auf Bunt mein Begleiter von Beginn an. Und mit etwas Glück setzt sich Bunt auf Bunt auch als Marke meiner frisch designten Produktpalette durch!










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